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1000. Da-Vinci-Operation

Hildesheimer Robotik-Zentrum erreicht wichtigen Meilenstein.

Als das St. Bernward Krankenhaus (BK) vor zweieinhalb Jahren sein Da-Vinci-Xi-Operationssystem in Betrieb genommen hat, war das Ziel klar: Die roboterassistierte Chirurgie sollte in Hildesheim nicht nur Einzug halten, sondern dauerhaft auf hohem Niveau etabliert werden. Jetzt hat das Da-Vinci-Zentrum am BK einen besonderen Meilenstein erreicht: Insgesamt 1000 Patientinnen und Patienten sind erfolgreich mit dem hochmodernen Operationssystem behandelt worden. Damit blickt das interdisziplinäre Team bereits nach vergleichsweise kurzer Zeit auf eine umfangreiche Erfahrung mit der roboterassistierten Chirurgie zurück. „Wir freuen uns sehr, dass wir so vielen Menschen mit den Möglichkeiten der modernen minimalinvasiven Chirurgie gezielt helfen konnten“, sagt Dr. Sebastian Edeling, Chefarzt für Urologische Robotik und Leiter des Da-Vinci-Zentrums.

Eingesetzt wird das Da-Vinci-System am BK sowohl in der Urologie als auch in der Allgemein-, Viszeral- und Onkologischen Chirurgie. Edeling hat die robotorassistierte Urologie gemeinsam mit Dr. Markus Ulbrich, Chefarzt der Klinik für Urologie, zu einem Schwerpunkt ausgebaut. Dabei begann Edelings Erfahrung mit roboterassistierter Chirurgie nicht erst mit der Anschaffung des Systems in Hildesheim. Bereits seit 2011 operiert er mit dem Da-Vinci-System. Seine Expertise ist auch über Hildesheim hinaus gefragt: Als sogenannter Proktor begleitet und unterstützt er andere Operateure und Kliniken bei der Einführung und Weiterentwicklung roboterassistierter Operationsverfahren.

Im BK werden in der Urologie vor allem urologische Tumorerkrankungen mit dem Da-Vinci-System behandelt, insbesondere kommt die Technik bei Prostata-, Nieren- und Blasenkrebs zum Einsatz. Gerade bei komplexen Eingriffen erlaubt die roboterassistierte Technik dem Operateur, mit hoher Präzision und großer Bewegungsfreiheit minimalinvasiv zu arbeiten.

Auch in der Viszeralchirurgie ist das System inzwischen fester Bestandteil des operativen Spektrums. Unter der Leitung von Prof. Dr. Jörg Pelz, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Onkologische Chirurgie und Spezielle Viszeralchirurgie, erfolgen unter anderem Eingriffe an Dick- und Enddarm, am oberen Magen-Darm-Trakt sowie ausgewählte, komplexe onkologische Operationen roboterassistiert. Hinzu kommen Eingriffe in der Adipositas- und Hernienchirurgie.

„Entscheidend ist nicht, einen Operationsroboter zu besitzen. Entscheidend ist, ihn mit entsprechender Erfahrung, klaren Strukturen und in den richtigen Fällen einzusetzen“, betont Pelz.

„Mit inzwischen 1000 Eingriffen haben wir am St. Bernward Krankenhaus eine Routine aufgebaut, von der unsere Patientinnen und Patienten profitieren.“

Ein weiterer wesentlicher Baustein ist die Einbindung der roboterassistierten Chirurgie in die onkologischen Strukturen des Krankenhauses. Das St. Bernward Krankenhaus verfügt über ein von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziertes Onkologisches Zentrum, das zudem seit 2019 vom niedersächsischen Krankenhausplanungsausschuss als anerkanntes Fachzentrum ausgewiesen wird – als eines von nur wenigen Zentren in Niedersachsen und als einziges im Landkreis. Zum Onkologischen Zentrum am BK gehören spezialisierte Organkrebszentren und interdisziplinäre Tumorkonferenzen, in denen Diagnostik und Therapie von Krebspatienten gemeinsam von den beteiligten Fachdisziplinen festgelegt werden.

Damit steht hinter einer Da-Vinci-Operation bei einer Tumorerkrankung nicht allein moderne Operationstechnik. Sie ist Teil eines umfassenden Behandlungskonzeptes, das von der Diagnostik über die gemeinsame Therapieentscheidung und Operation bis hin zur medikamentösen Tumortherapie und Nachsorge reicht. Robotik, operative Erfahrung und zertifizierte Krebsmedizin greifen am St. Bernward Krankenhaus damit unmittelbar ineinander.

Für das Team ist die 1000. Operation deshalb weniger ein Schlusspunkt als vielmehr eine Zwischenbilanz. Die roboterassistierte Chirurgie soll in den kommenden Jahren weiter ausgebaut und zusätzliche geeignete Eingriffe sollen in das Behandlungsspektrum aufgenommen werden. „Vor zweieinhalb Jahren haben wir mit einem neuen System begonnen. Heute verfügen wir über die Erfahrung aus 1000 Eingriffen“, sagt Edeling. „Diese Erfahrung lässt sich nicht mit der Anschaffung eines Gerätes erwerben – sie entsteht mit jeder einzelnen Operation.“

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Drei Chirurgen in grüner OP-Kleidung stehen in einem Operationssaal neben einem chirurgischen Robotersystem. Im Hintergrund sind medizinische Geräte und Monitore zu sehen.
Portrait Judith Seiffert

Judith Seiffert
Referentin für Presse & Öffentlichkeitsarbeit
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Kontakt:
St. Bernward Krankenhaus GmbH
Treibestraße 9
31134 Hildesheim
Tel.: 05121 90-0
E-Mail: ed.shk-drawnreb@ofni

* Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verwenden wir im Text das generische Maskulinum. Wir weisen aber ausdrücklich darauf hin, dass wir alle Geschlechter ansprechen.
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